Asbest- und KMF-Untersuchungen, Fertighausanalysen, Freimessungen nach DGNB / QNG / BNB, Sanierungskontrollen nach Schimmelpilz- u. Schadstoffsanierungen. 05734 96 98 944
Wissenswertes

Baubiologische Richtwerte (SBM 2015)

Nach welchen Werten wir Messergebnisse einordnen, der anerkannte Standard der Baubiologischen Messtechnik im Überblick.

Alle Messwerte beurteilen wir nach den aktuell gültigen baubiologischen Standardwerten, dem Standard der Baubiologischen Messtechnik (SBM 2015). Jeder Wert wird einer von vier Stufen zugeordnet: keine · schwache · starke · extreme Anomalie. Maßgeblich ist immer die fachliche Gesamtbewertung vor Ort, nicht ein einzelner Wert. Der Standard gliedert sich in drei Säulen.

Keine Anomalie Schwache Anomalie Starke Anomalie Extreme Anomalie

Säule A, Felder, Wellen & Strahlung

El. Wechselfeld, Feldstärke erdbezogen V/m

Keine< 1
Schwache1–5
Starke5–50
Extreme> 50

El. Wechselfeld, Körperspannung erdbezogen mV

Keine< 10
Schwache10–100
Starke100–1000
Extreme> 1000

El. Wechselfeld, Feldstärke potentialfrei V/m

Keine< 0,3
Schwache0,3–1,5
Starke1,5–10
Extreme> 10

Magn. Wechselfeld, Flussdichte nT

Keine< 20
Schwache20–100
Starke100–500
Extreme> 500

Hochfrequenz-Strahlung (SBM 2003) µW/m²

Keine< 0,1
Schwache0,1–5
Starke5–100
Extreme> 100

Hochfrequenz-Strahlung (SBM 2015) µW/m²

Keine< 0,1
Schwache0,1–10
Starke10–1000
Extreme> 1000

El. Gleichfeld, Oberflächenspannung V

Keine< 100
Schwache100–500
Starke500–2000
Extreme> 2000

El. Gleichfeld, Entladezeit s

Keine< 10
Schwache10–30
Starke30–60
Extreme> 60

Magn. Gleichfeld, Kompassabweichung °

Keine< 2
Schwache2–10
Starke10–100
Extreme> 100

Radioaktivität, Dosisleistungserhöhung %

Keine< 50
Schwache50–70
Starke70–100
Extreme> 100

Radon Bq/m³

Keine< 30
Schwache30–60
Starke60–200
Extreme> 200

Geol. Störung, Erdmagnetfeld nT

Keine< 100
Schwache100–200
Starke200–1000
Extreme> 1000

Geol. Störung, Erdstrahlung %

Keine< 10
Schwache10–20
Starke20–50
Extreme> 50

Für Schallwellen nennt der Standard keine baubiologischen Richtwerte.

Säule B, Wohngifte, Schadstoffe & Raumklima

Formaldehyd µg/m³

Keine< 20
Schwache20–50
Starke50–100
Extreme> 100

Lösemittel (VOC) µg/m³

Keine< 100
Schwache100–300
Starke300–1000
Extreme> 1000

Pestizide in der Luft ng/m³

Keine< 5
Schwache5–25
Starke25–100
Extreme> 100

Pestizide auf Holz/Material (PCP, Lindan, Permethrin) mg/kg

Keine< 1
Schwache1–10
Starke10–100
Extreme> 100

Chlorpyrifos, DDT, Dichlofluanid auf Staub mg/kg

Keine< 0,5
Schwache0,5–2
Starke2–10
Extreme> 10

PCB auf Staub mg/kg

Keine< 0,5
Schwache0,5–2
Starke2–5
Extreme> 5

PAK auf Staub mg/kg

Keine< 0,5
Schwache0,5–2
Starke2–20
Extreme> 20

Weichmacher auf Staub mg/kg

Keine< 100
Schwache100–250
Starke250–1000
Extreme> 1000

Flammschutzmittel chloriert auf Staub mg/kg

Keine< 0,5
Schwache0,5–2
Starke2–10
Extreme> 10

Flammschutzmittel halogenfrei auf Staub mg/kg

Keine< 5
Schwache5–50
Starke50–200
Extreme> 200

Relative Luftfeuchte %

Keine40–60
Schwache< 40 / > 60
Starke< 30 / > 70
Extreme< 20 / > 80

Kohlendioxid (CO₂) ppm

Keine< 600
Schwache600–1000
Starke1000–1500
Extreme> 1500

Partikel & Fasern

Die Partikel-, Faser- bzw. Staubkonzentration sollte in Räumen unter dem üblichen Hintergrund im Freien liegen. Asbest sollte in der Raumluft, auf Oberflächen und im Hausstaub gar nicht nachweisbar sein. Für Schwermetalle nennt der Standard keine festen Richtwerte.

Säule C, Pilze, Bakterien & Allergene

Für Schimmelpilze, Hefepilze, Bakterien sowie Hausstaubmilben und andere Allergene nennt der Standard keine festen Zahlenwerte, die Bewertung erfolgt hier fachlich anhand von Befund, Art und Konzentration.

Bereiche ohne Nennung von Richtwerten: Da die baubiologischen Richtwerte an erster Stelle auf Erfahrungen basieren, gibt es sie (noch) nicht für alle Standardpunkte; sie werden regelmäßig neuen Erkenntnissen entsprechend ergänzt und aktualisiert. In Gutachten können Bewertungen neben den baubiologischen Richtwerten auch nach gesetzlichen Grenzwerten oder Vorgaben anderer Institutionen erfolgen. Herausgeber des Standards ist das Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit (IBN) zusammen mit Baubiologie Maes. Wir bedanken uns bei Herrn Wolfgang Maes (Baubiologie Maes), der Standardisierungskommission und dem Verband Baubiologie für die geleistete Arbeit.

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